Spundwandverbau

Spundwandverbauungen werden zur temporären Sicherung von Geländehöhensprüngen bzw. Umschließungen von Baugruben verwendet. Die Einbringung kann mit einem Hydraulikhammer rammend oder mittels Spundwandrüttler vibrierend erfolgen. Dieses Verbausystem stellt eine, aufgrund der vollständigen Rückbaubarkeit, kostengünstige Sicherungslösung dar und besitzt eine hohe Flexibilität in Profilstärken und -längen. Durch eine „ineinandergreifende“ Abteufung („Schloss-in-Schloss“) der Spundwandeinzelelemente werden zusammenhängende Verbauwände hergestellt. Die Spundwandschlösser besitzen einen ausreichenden Spielraum für das Ineinanderfügen beim Einbringen und sind so ausgebildet, dass sie die für den Verbund erforderlichen Druck-, Zug- oder Scherkräfte aufnehmen können. Aufgrund der Spundwandschlossgeometrie (mehrfache Umlenkungen) unterbinden sie nahezu sämtlichen Wasserzutritt in die Baugrube. Eine Reduktion von ungewollten Erschütterungen kann mittels Herstellung von Auflockerungsbohrungen entlang der Spundwandverbauachs erreicht werden. Der Spundwandverbau kann entweder freistehend, rückverankert oder abgesteift ausgeführt werden.